Daten und Datentypen

Welche Datentypen lassen sich retten und welche Daten bereiten mitunter Schwierigkeiten ?

Jede Datei bzw. jeder Dateityp hat seine eigenen Charakteristika und ist jeweils abhängig von der Funktionsweise des Programms mit der die jeweilige Datei erstellt wurde. Die Dateivielfalt ist hierbei enorm, von einfachen Textdateien bis hin zu komplexeren Datenbankstrukturen.

Grundsätzlich läßt sich im Rahmen der Datenwiederherstellung feststellen, dass kleinere Dateien oftmals einfacher zu retten sind, als Dateien die wesentlich mehr Speicherplatz benötigen. Dies ist der physikalischen Tatsache geschuldet, dass eine kleinere Textdatei mit 20 kB Speicherplatz naturgemäß wesentlich weniger Speicherplatz benötigt, als z.B. eine Outlook-Postfach Datei mit 1 GB Größe.

Bei einer Rettung sind in der Regel zwei Dinge entscheidend:

Der Überschreibungsgrad des zu rettenden Mediums

Sofern nach Feststellung des Datenverlusts neue Daten auf das zu rettende Medium geschrieben wurden, sinkt die Chance, insbesondere große Einzeldateien wiederherstellen zu können, rapide. Allein wenige Bootvorgänge eines PC- oder Notebooks reichen aus, dass die hierbei im Bootvorgang geschriebenen temporären Dateien, die Rettung eines E-Mail Postfaches , stark einschränken bis unmöglich machen können.

Die Dateicharakteristika der zu rettenden Datei

Wie oben bereits erwähnt, beinhaltet jeder Dateityp seine ureigenen Charakteristika. Ein extremes Beispiel hierfür sind verschlüsselte Dateiformate wie bspw. TrueCrypt Container. Diese containerbasierten verschlüsselten Dateiformate bedeuten einen hohen Rettungsaufwand, wenn auch nur einzelne Bytes der Datei beschädigt und nicht rekonstruierbar sind. Im schlimmsten Fall kann dies aufgrund fehlender einzelner Dateifragmente, dazu führen, dass sich die komplette Datei nicht rekonstruieren lassen kann.