Datenrettung - Terminologisches Lexikon und Glossar

Absturz
Beim Absturz eines Computers friert der Bildschirm ein, so dass Aktionen nicht mehr möglich sind.

Algorithmus
Unter einem Algorithmus versteht man allgemein eine genau definierte Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer bestimmten Art von Problemen. Im täglichen Leben lassen sich leicht Beispiele für Algorithmen finden: Zum Beispiel ist ein Kochrezept ein Algorithmus – zumindest dann, wenn alle Angaben genau genug sind und es für alle Teilaufgaben, wie Braten, Rühren, etc., ebenfalls Algorithmen gibt. Auch Reparatur- und Bedienungsanleitungen oder Hilfen zum Ausfüllen von Formularen sind in der Regel Algorithmen. Ein weiteres, etwas präziseres Beispiel sind Waschmaschinenprogramme. Algorithmen können in Programmablaufplänen nach DIN 66001 oder ISO 5807 grafisch dargestellt werden.

API (ASPI)
Application Programmer Interface - Schnittstelle zwischen dem zu programmierenden Gerät und dem Programm. (ASPI = Advanced SCSI Programming Interface - diese Schnittstelle erleichtert es dem Programmierer auf SCSI-Hardware zuzugreifen.

Arbeitsspeicher (RAM)
Arbeitsspeicher (Random Access memory - RAM). Dies ist ein Speicher mit wahlfreiem Zugriff, dessen gespeicherte Daten nach Abschaltung der Stromzufuhr verloren gehen.

ATA (ATAPI)
Advanced Technology Attachment

Attribut, Dateiattribut
Ein Attribut (v. lat: attribuere = zuteilen, zuordnen) wird gemeinhin als die Zuordnung eines Merkmals zu einem konkreten Objekt verstanden. Ein Attribut definiert und beschreibt ein konkretes Objekt. Zu einem Attribut gehört weiter ein ihm zugeordneter Wert, der Attributwert. Ein Beispiel: Merkmal "Farbe" ist das Attribut, das ich beschreiben möchte, "Grün" wäre ein dazugehörender Wert, der die Farbe noch genauer definiert. Unter den Dateiattributen versteht man verschiedene Angaben über eine Computerdatei, die nicht direkt zu den eigentlichen Inhalten der Datei gehören. Andere Bezeichnungen für Dateiattribute sind Dateieigenschaften oder Dateisystemmetadaten. Praktisch alle Betriebssysteme kennen zumindest grundlegende Metadaten über Lage, Rechte an der Datei usw. Einige Betriebssysteme (wie Mac OS) haben ein wesentlich umfangreicheres Metadatenkonzept, und unterstützen so z. B. auch die Speicherung Dateityp-spezifischer Informationen (z. B. letzte Cursorposition bei Textdateien, Informationen über Urheber bei Musikdateien usw.). Da Windows und die meisten Unix aber bis heute nur ein sehr eingeschränktes Set an Metadaten zur Verfügung stellen, geht man mehr und mehr dazu über, Daten dieser Art direkt in den Inhalten der Dateien unterzubringen (Beispiel: ID3-Tags in MP3-Dateien).

Aufzeichnungsdichte
bpi = bits per inch Dies gibt an, wieviel Daten auf einem bestimmten Bereich abgespeichert werden können abhängig vom Trägermaterial.

Aufzeichnungsverfahren
- Modified Frequence Modulation (MFM) - Run Length Limited (RLL) - Frequence Modulation (FM) Bei diesen Verfahren liegt der Unterschied unter anderem in der Aufzeichnungsdichte.

Auslagerungsdatei (Swap File)
Wird für die Verarbeitung von Daten mehr Speicherplatz benötigt als im Arbeitsspeicher vorhanden, wird zusätzlich zum Arbeitsspeicher eine Datei auf der Festplatte des Computers angelegt, um Prozessen einen größeren Adressraum zur Verfügung stellen zu können.

AVI
AVI (Abk. für Audio Video Interleaved) ist ein von Microsoft definiertes Format für Videos. In einer AVI-Datei können mehrere Video-, Audio-, MIDI- und Textdatenströme vorhanden sein.

Backup
Das bedeutet das Duplizieren von Daten, um die Verfügbarkeit z.B. nach einem Computerabsturz zu garantieren.

Bad Sector
Übersetzung "Schlechter Sektor". Durch Abnutzung oder auch bereits bei der Herstellung kann es geschehen, dass bestimmte Datenblöcke (siehe auch "Sektor") nicht mehr gelesen bzw. beschrieben werden können. Diese werden dann mit ihrer entsprechenden Adresse in Listen eingetragen. Diese Listen werden beim Initialisierungsprozess der Festplatte eingelesen, damit die "schlechten Sektoren" während des Betriebes nicht mehr angesteuert werden.

Bandlaufwerk
Ein Bandlaufwerk ist ein externes Laufwerk, mit dem Datenbänder beschrieben werden können.

Beschädigte Datei
Eine Datei hat einen strukturierten Bestand an Daten. Ist diese Struktur, z.B. durch ein nicht korrekt ausgeführtes Programm, beschädigt, kann dies dazu führen, dass die Daten in dieser Datei nicht mehr eingesehen werden können.

Betriebssystem
Ein Betriebssystem (Englisch: operating system: OS) ist die Software, die den Betrieb eines Computers ermöglicht. Es verwaltet Speicher, Ein- und Ausgabegeräte und steuert die Ausführung von Programmen. Betriebssysteme sind unter anderem: Windows 2000, Windows XP, LINUX, MAC OS X, BSD-Unix, usw.

BIOS
Basic Input Output System ist die Software, die nach dem Einschalten des Computers aufgerufen wird. Diese Software ist hardware-abhängig und kann nicht ohne weiteres ausgetauscht werden. Das BIOS befindet sich in einem speziellen Chip auf dem motherboard des Computers.

Bit
Binärziffer - binary digit. Ein bit ist die kleinste Informationseinheit auf einem Computer und kann entweder den Wert 0 oder 1 haben.

Bluescreen
Blue Screen ist eine Beschreibung einer bestimmten Kategorie von Fehlermeldungen des Betriebssystems Microsoft Windows. Dabei wird die Bedienoberfläche des Betriebssystems vollständig durch einen blauen Bildschirm ersetzt, auf dem in weißer Schrift Fehlerinformationen erscheinen. Ausgelöst werden diese Meldungen nicht durch Fehler in Anwendungsprogrammen, sondern durch Fehler in Gerätetreibern oder in der Hardware (z. B. Grafikkarte, Hauptplatine, Netzwerkkarte oder Arbeitsspeicher). Es kann aber auch ein Hinweis sein für schwerwiegende Fehler. Häufig wird eine Fehlernummer und Fehlerbezeichnung angezeigt und zudem vier Zahlenwerte, mit deren Hilfe erfahrene und fachkundige Anwender unter Zuhilfenahme der Microsoft-Internetseite meist Fehlerursachen ausmachen können.

Booten
Als Booten oder Hochfahren bezeichnet man das Laden des Betriebssystems eines Computers, wie es beispielsweise nach dem Einschalten erforderlich ist. Beim Booten eines PCs beginnt der Prozessor an einer festgelegten Adresse mit der Abarbeitung des im ROM abgelegten BIOS; dieses führt einen Test der angeschlossenen Geräte durch und durchsucht diese in einer Reihenfolge nach Bootsektoren (im Falle von Festplatten dem MBR). Der erste gefundene Bootsektor wird ausgeführt und lädt über einen meist mehrstufigen Boot-Loader das Betriebssystem. Dieses startet üblicherweise abschließend eine Graphische Benutzeroberfläche oder einen Kommandozeileninterpreter.

Bug
Bug ist ein Ausdruck aus dem EDV-Bereich und bezeichnet einen Programm- oder Softwarefehler. Programmierfehler lassen sich auch bei sorgfältigster Programmierung nicht vermeiden. Man schätzt, dass pro 1000 Zeilen Code im Mittel etwa zwei Fehler auftreten.

Byte
Ein byte ist die nötige bit-Datenmenge, um ein Zeichen darzustellen. Hierbei hat man sich in der Informationstechnologie auf 8 bits = 1 byte geeinigt.

Chip
Ein Chip ist ein Mikroprozessor mit integrierten Schaltungen aus Transistoren, Kondensatoren, Widerständen und Induktivitäten. Ohne diese Technologie wäre das Betreiben einer Festplatte nicht möglich. Chips befinden sind auf der Platine (Elektronik bzw. PCB-printed circuit board) einer Festplatte bzw. in allen relevanten Steuereinheiten in der Informationstechnologie.

CHS
Cylinder, Head, Sector Bei älteren Computern musste die Geometrie der Festplatte noch per Hand beim Initialisierungsprozess eingetragen werden, da ansonsten die Festplatte nicht erkannt werden konnte. Heute fällt das aufgrund einer neuen Festplattengeometrie, genannt LBA (logical block addressing), weg, da die Festplatte die Geometrieangaben von sich aus an das System meldet.

Cluster
Cluster sind logische Zusammenfassungen von Sektoren oder Datenblöcken. Die meisten Dateisysteme können dabei nur ganze Cluster ansprechen (adressieren) und nicht einzelne bits oder bytes. Nicht genutzter Platz, falls eine Datei kleiner ist als ein Cluster, kann nicht direkt angesprochen werden. Hier können sich jedoch Daten (z.B. Passwörter, Hacker- und Virenelemente) verstecken. Diese sogenannten "file slacks" spielen in der Computer Forensik manchmal eine große Rolle. Ein Cluster kann die Größe von 512 - 32768 bytes haben.

Crash oder Computerabsturz
Von einem Computerabsturz spricht man, wenn ein Programm oder das gesamte Betriebssystem auf einem Computer überraschend nicht mehr funktioniert. Dies kann verschiedene Ursachen haben, auch hardware-Fehler der Festplatte können dafür verantwortlich sein.

Cylinder
Eine Festplatte kann eine oder mehrere Magnetscheiben (Platten) haben. Die Spuren aller Plattenoberflächen werden als "Zylinder" zusammengefasst. Zusammen mit den Heads und Sektoren entsteht somit ein Koordinatensystem, mit dem sich jeder Datenblock identifizieren läßt.

Data Recovery
Data Recovery heißt nichts anderes als Datenrettung auf Englisch.

Datei
Eine Datei ist ein strukturierter Bestand inhaltlich zusammengehöriger Daten, welche auf einem beliebigen Datenträger oder Speichermedium abgelegt bzw. gespeichert werden kann. Das Wort Datei ist eine Verkürzung von Daten-Kartei. Im Englischen bezeichnet man eine Datei als File.

Dateisystem
Ein Dateisystem ist ein Ordnungs- und Zugriffssystem für definierte Dateien. Zugriffsroutinen für Dateisysteme sind Bestandteil des Betriebssystems. Das Betriebssystem des Computers selbst wird ebenfalls in einem Dateisystem gespeichert. Dateien haben in einem Dateisystem fast immer mindestens einen Dateinamen sowie Attribute, die nähere Informationen über die Datei geben. Die Dateinamen sind in speziellen Dateien, den Verzeichnissen, abgelegt. Über diese Verzeichnisse kann ein Dateiname und damit eine Datei vom System gefunden werden. Ein Dateisystem bildet somit einen Namensraum. Alle Dateien (oder dateiähnlichen Objekte) sind so über eine eindeutige Adresse (Dateiname inkl. Pfad) – innerhalb des Dateisystems – aufrufbar. Der Name einer Datei und weitere Informationen die den gespeicherten Daten zugeordnet sind, werden als Meta-Daten bezeichnet. Für unterschiedliche Datenträger (wie Magnetband, Festplatte, optische Datenträger (CD, DVD, …), Flashspeicher, …) gibt es spezielle Dateisysteme, die deren Besonderheiten berücksichtigen.

Datenblock
Ein Datenblock wird auch als "Sektor" bezeichnet. Ein Sektor ist der kleinste ansprechbare (adressierbare) Teil auf einer Festplatte. Die Größe in bytes kann dabei unterschiedlich sein. Diese Maßeinheit wird auch Datenblock genannt. Die nächsthöhere Einheit, in der Dateisysteme die Daten organisieren, nennt man Cluster.

Datenrettung
Datenrettung (engl. Data Recovery) oder auch Datenwiederherstellung wird der Vorgang genannt, mit dem man gelöschte bzw. beschädigte Daten auf einem Datenträger wie zum Beispiel einer Festplatte oder einem Bandlaufwerk wieder lesbar macht. Manchmal handelt es sich dabei nicht nur um beschädigte Datenstrukturen, sondern auch um defekte Speichermedien, die soweit beschädigt sein können, dass die Daten nicht mehr ohne weitergehende technische Maßnahmen gelesen werden können. Es wird dringend empfohlen, die Datenrettung durch ein professionelles Datenrettungsunternehmen durchführen zu lassen. Solche seriösen Institute erkennen Sie daran, dass diese in der Lage sind, in einem Reinraum Festplatten zu öffnen und zu reparieren bzw. die Firmware verschiedenster Hersteller von Festplatten wieder zu restaurieren. Erkundigen Sie sich in jedem Fall, ob diese Kriterien zutreffen, bevor Sie Ihre wertvollen Daten einer Firma anvertrauen.

Datenträger
Speichermedien, auf denen Informationen aufgezeichnet werden können, werden Datenträger genannt. Siehe auch "Datenrettung Datenträger".

E-Mail
E-Mail (von engl. electronic mail‚ elektronische(r) Post/Brief‘; kurz auch Mail) bezeichnet eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. E-Mail wird – noch vor dem World Wide Web – als wichtigster und meistgenutzter Dienst des Internets angesehen. Über die Hälfte des weltweiten E-Mail-Aufkommens im Internet ist allerdings seit ca. 2002 auf Spam zurückzuführen. Eine E-Mail-Adresse ist – wie bereits der Name sagt – die Adresse einer E-Mail, also kurz gesagt die Angabe, welche den Empfänger einer E-Mail eindeutig bezeichnet und damit eine Zustellung an diesen Empfänger ermöglicht. Eine E-Mail-Adresse, wie sie für den Transport per SMTP im Internet verwendet wird, besteht aus zwei Teilen: Einem lokalen Teil, im Englischen local-part genannt und einem globalen Teil, im Englischen domain-part genannt. Bei der E-Mail-Adresse info@wikipedia.org ist wikipedia.org die Domain, info der local-part. Als E-Mail-Programm, Mail User Agent (MUA) (dt. etwa Post-Benutzer-Programm) oder auch kurz Mail-Client, bezeichnet man ein Programm, mit dem E-Mails gelesen, geschrieben und versendet werden.

Editor
Ein Editor ist ein Computerprogramm zur Erstellung und Bearbeiten von Texten oder anderen Anwendungen wie Audiodateien, Computerspiele, Webseiten, CAD-Daten, usw. Für die verschiedenen Bedürfnisse gibt es darauf abgestimmte Editors.

EDV
Die Elektronische Datenverarbeitung (kurz EDV oder DV genannt) ist der Sammelbegriff für die Erfassung und Bearbeitung von Daten durch elektronische Maschinen. Elektronische Maschinen waren früher elektromechanische Maschinen, welche mit Lochkarten arbeiteten, heute sind es in der Regel Computer.

Error
Fehler - Häufige Anzeige bei Hard- oder Softwarefehlern. Meist verbunden mit einem Fehlercode, der aber nicht in jedem Fall leicht zu interpretieren ist.
Externe Festplatten
Externe Festplatten werden in einem separaten Gehäuse eingebaute Festplatten genannt. Es werden universelle Schnittstellen wie FireWire oder USB für den Anschluss von verwendet, hierbei sind jedoch die eingebauten Festplatten selbst mit herkömmlichen (meist ATA- oder S-SATA-) Schnittstellen ausgestattet, die Signale werden mittels eines speziellen Chipsatzes, der auf einer Wandlerplatine in dem USB-Gehäuse sitzt, von ATA in USB-Signale transferiert und über die USB-Schnittstelle nach außen geführt. Eine reine USB-Festplatte, d. h. mit eigener USB-Schnittstelle, wird von keinem Hersteller gebaut, selbst CD-Laufwerke gibt es nicht mit USB-Schnittstelle, obwohl der USB-Anschluss dieses vortäuscht.

FAT
FAT steht für File Allocation Table (auf Deutsch etwa: Dateizuordnungstabelle) und wurde von Seattle Computer Products als Dateisystem für dessen Betriebssystem QDOS, dem direkten Vorgänger von MS-DOS, entwickelt. Die FAT hat bei den FAT-Dateisystemen in der Regel zwei Kopien, um bei Datenverlust noch immer eine funktionsfähige andere FAT zu haben. Mit diversen Programmen ist eine Datenwiederherstellung in vielen Fällen möglich. Einige Benutzer hatten schlechte Erfahrungen mit FAT-Reparaturen durch das Programm ScanDisk.

Festplatte
Eine Festplatte, engl. hard disk (HD) oder hard disk drive (HDD)) ist ein magnetisches Speichermedium der Computertechnik. Die Magnetschicht ist auf starren, runden, rotierenden Platten aufgebracht, dies im Gegensatz zur Diskette, die aus einem flexiblen Material besteht.

Firewall
Eine Firewall soll das unbefugte Eindringen und Ausspionieren von Daten über das Internet oder das Netzwerk verhindern. Sie wird als Hardware oder Software ausgeliefert, je nach Einsatzort und - umfang.

Firmware
Unter Firmware (FW) versteht man Software, die in verschiedene elektronische Geräte wie Festplattenrekorder, DVD-Brenner, DVD-Player, neuere Fernsehgeräte, Haushaltsgeräte, Digitalkameras, Computer usw. in einem Chip eingebettet ist – im Gegensatz zu Software, die auf Festplatten, CD-ROMs oder anderen Medien gespeichert ist. Die Firmware ist heute meistens in einem Flash-Speicher oder einem EEPROM gespeichert. Hierbei muss man zwischen Geräten unterscheiden, die aus Sicht des Benutzers monolithisch sind, also nicht aus mehreren Komponenten bestehen, die einzeln erworben werden können (etwa Handys, Taschenrechner, DVD-Player, Fernsehgeräte, etc.), und modularen Systemen wie PCs. Erstere haben i. d. R. genau eine Firmware, die auch nicht in allen Fällen vom Benutzer selbst austauschbar ist. Bei modularen Systemen ist es nicht unüblich, dass die einzelnen Module jeweils eine eigene Firmware beinhalten. So ist z. B. bei manchen Grafikkarten, Festplatten, vielen optischen Laufwerken und nahezu allen Mainboards die Firmware austauschbar, in sehr vielen Fällen vom Benutzer selbst. (Hinweis: Im Prinzip ist auch ein DVD-Player modular aufgebaut aus DVD-ROM-Laufwerk und einem Mainboard. Bei manchen Geräten kann auch die Firmware für das DVD-Laufwerk aktualisiert werden.) Firmware nimmt als Software in der Hardware eine Mittelstellung zwischen Software und Hardware ein. Sie ist fast immer modellspezifisch, d. h. sie funktioniert nicht auf anderen Gerätemodellen; sie wird von der Hersteller-Firma mitgeliefert. Ohne Firmware sind die entsprechenden Geräte nicht funktionsfähig. Die Firmware enthält meistens elementare Funktionen zur Steuerung des Gerätes, Ein- und Ausgaberoutinen, gelegentlich auch umfangreichere Funktionen für Arbeiten mit Speicher, CPU und anderen Komponenten. Bei Computern dient sie hauptsächlich dazu, nach dem Einschalten den ersten Teil des eigentlichen Betriebssystems von einer Festplatte in den Hauptspeicher zu laden; danach wird die Kontrolle von der Firmware an den soeben geladenen Betriebssystemteil abgegeben, der dann den weiteren Startvorgang durchführt.

Forensik
Der Begriff der Forensik bezeichnet alles, was gerichtlichen oder kriminologischen Charakter hat, wie Rechtsmedizin und forensische Psychiatrie. Die IT-Forensik oder auch Computer-Forensik bzw. Digitale Forensik ist ein Teilgebiet der Forensik. Es beschäftigt sich mit Untersuchung von verdächtigen Vorfällen im Zusammenhang mit IT-Systemen und der Feststellung des Tatbestandes und der Täter durch Erfassung, Analyse und Auswertung digitaler Spuren in Computersystemen. Um Beweise zu sichern, werden zum Beispiel Datenträger und Protokolle des Netzverkehrs gesichert und analysiert. Bei der Analyse von Datenträgern wird in der Regel vorher ein forensisches Duplikat erstellt. Die Kenntnis um die Halbwertzeit der einzelnen Spuren bestimmt die Reihenfolge der Sicherung der digitalen Spuren.

Formatierung
Mit dem Begriff des Formatierens werden im Bereich der Datenspeicherung alle diejenigen Prozesse bezeichnet, durch welche ein Speichermedium zur Aufnahme von Daten vorbereitet wird.

Freeware Datenrettung
Freeware Datenrettungssoftware ist eine Software mit freier Lizenz. Wie bei jeder Datenrettungssoftware ist vor dem Einsatz zu beachten, dass der Benutzer den Zustand des Datenträgers genau kennen sollte, damit nicht noch weitere Schädigungen dazu führen, dass eine Datenrettung unmöglich wird.

Gauss
Gauss ist eine Programmiersprache zur Berechnung komplexer Matrizenoperationen. Diese werden unterstützt durch interne Programmbibliotheken und mehr als 400 implementierte Funktionen, ebenso können aber auch C- und FORTRAN-Programmcodes importiert werden. Dieses Programm wird häufig im akademischen Umfeld für anspruchsvolle Aufgaben verwendet.

GECOS
GECOS steht für General Electric Comprehensive Operating System, ein Betriebssystem, das von General Electric ab 1962 entwickelt wurde und später in GCOS umbenannt wurde.

Gelöschte Daten
Ein einfaches Löschen einer Datei enfernt die Daten normalerweise nicht von der Festplatte, sondern entfernt nur einen Hinweis in einer Zuordnungstabelle. Somit wird der Speicherplatz dieser Datei wieder zum Überschreiben für neue Daten freigegeben. Solange dieser Speicherplatz nicht mit neuen Daten überschrieben wurde, sind diese "gelöschten" Daten wiederherstellbar.

GEOS
GEOS (Graphic Environment Operating System) ist ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche. Der Hersteller war Berkeley Softworks, der sich später in GeoWorks Corporation umbenannte. GEOS wurde für die 8-Bit-Computer C64, C128 sowie Apple II 128k und AppleIIc/e veröffentlicht. Die 8-Bit Varianten von GEOS nennen sich den Computermodellen entsprechend GEOS 64, GEOS 128, GEOS PLUS/4 sowie Apple II GEOS.

GIMP
GIMP (GNU Image Manipulation Program, ursprünglich: General Image Manipulation Program) ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das als Freie Software unter der GNU General Public Licence (GPL) veröffentlicht wird. Der Leistungsumfang für die reine Bildbearbeitung ist fast vergleichbar mit dem des kommerziellen Programms Adobe Photoshop. Der Schwerpunkt der Software liegt insgesamt eher bei der intensiven Bearbeitung einzelner Bilder, wofür vielfältige Effekte zur Verfügung stehen. GIMP ist neben Linux, OpenOffice.org und Mozilla Firefox eines der bekanntesten Open-Source-Programme.

GNU
Das GNU Projekt wurde 1984 begonnen, um ein vollständiges Unix-artiges Betriebssystem zu entwickeln, das freie Software ist; das GNU System. Varianten des GNU Systems, die auf dem Linux-Kernel basieren, sind weit verbreitet. Auch wenn diese Systeme oft einfach "Linux" genannt werden, ist die Bezeichnung GNU/Linux-Systeme genauer.

Hard Disk (HDD)
Korrekt "hard disk drive", abgekürzt HDD, ist die engliche Bezeichnung für Festplatte. Auf einer Festplatte können beliebige Dateien, z. B. die des Betriebssystems, der Anwendungsprogramme oder persönlicher Daten (Dokumente, Videos, Musik, Bilder) dauerhaft, mittels der binären Nord-Süd-Ummagnetisierung (binär = 0/1) gespeichert werden.

Head Crash
Als Head Crash wird ein bestimmter Schadensfall einer Festplatte bezeichnet, nämlich wenn die Schreib- Leseköpfe auf der Datenträgeroberfläche der Magnetscheiben in einer Festplatte Schäden verursachen. Ist dies geschehen, gibt es meist unangenehme Geräusche verbunden mit einer immer weiter einhergehenden Schädigung der Festplatte und somit Datenverlust.

Header
Jede Datei hat einen spezifischen "Header", das heißt, sie beginnt mit definierten Daten, um z.B. den Typ der Datei zu identifizieren.

I/O
Input/Output (kurz I/O) ist die Eingabe und Ausgabe, um den auf dem Computer laufenden Programmen eine Schnittstelle zu ihren Benutzern oder ihrer Umgebung zu schaffen. Bei dem Benutzer sind die Eingabegeräte generell Tastatur, Maus und Joystick. Die Ausgabegeräte sind Bildschirm, Drucker und Speichermedien.
IBM PC kompatible Computer
Als IBM-PC kompatible Computer bezeichnet man Computer, die nach einem Prozessor-Reset den Prozessor Intel 8086 nachbilden (siehe auch x86-Prozessor) und ein (x86-kompatibles) BIOS startet. IBM-PC kompatible Computer werden kurz als PC bezeichnet, als Plattform in Abgrenzung gegenüber Apple Macintosh-Modellen und anderen. Da der Begriff Personal Computer jedoch auch für andere Architekturen verwendet wurde, ist diese Bezeichnung nicht immer eindeutig.

IDE
IDE (Integrated Disc Electronics oder Integrated Drive Electronics) ist eine Schnittstelle zwischen Massenspeicher und Computer genannt ATA/ATAPI (Advanced Technology Attachment with Packet Interface). ATA/ATAPI wird beispielsweise in Personalcomputern verwendet, um Festplatten sowie Laufwerke für CD-ROM und DVD anzuschließen. ATA/ATAPI wird durch das T13 Technical Committee des InterNational Committee for Information Technology Standards (INCITS) erarbeitet und durch das American National Standards Institute (ANSI) als US-amerikanische Norm verabschiedet. Bestimmte Versionen von ATA/ATAPI werden oft auch Fast ATA, Ultra ATA, IDE (Integrated Disc Electronics oder Integrated Drive Electronics) und EIDE (Enhanced IDE) genannt. Neu werden auch die Bezeichnungen P-ATA (Parallel ATA) verwendet, um ATA/ATAPI deutlich vom als Nachfolger entwicklten Industriestandard Serial ATA (S-ATA) abzugrenzen.

Image (EDV)
Ein Image ist ein Speicherabbild des Arbeitsspeichers oder eines Datenträgers, z.B. einer kompletten Festplatte, einer Festplatten-Partition, Diskette, CD, oder eines Magnetbandes. Im Unterschied zu einer Kopie oder einem Backup enthält ein Image Informationen über die Struktur des Originaldatenträgers, da die Rohdaten gelesen werden, und nicht nur die Dateien. Dies ermöglicht es, schnell exakte Kopien eines Datenträgers herzustellen. Die hohe Geschwindigkeit, mit dem ein Abbild hergestellt werden kann, resultiert aus der Möglichkeit, direkt Hardwarefunktionen aufzurufen, um die Daten zu lesen oder zu schreiben. Nach einem Computerabsturz oder anderen Defekten kann mittels eines Images der Rechner schnell wieder funktionsfähig gemacht werden.

Interface
Bei einer Schnittstelle (englisch interface) werden digitale oder auch analoge Daten übergeben, z. B. vom Mikrofon an eine Soundkarte. Auch ein Zusammenschalten und Verbinden von zwei Geräten bildet eine Schnittstelle. Eine Schnittstelle wird durch eine Menge von Regeln beschrieben, der Schnittstellenbeschreibung. Neben der Beschreibung, welche Funktionen vorhanden sind und wie sie benutzt werden, gehört zu der Schnittstellenbeschreibung auch ein so genannter Kontrakt, der die Semantik der einzelnen Funktionen beschreibt. Standardisierte Schnittstellen bieten den Vorteil, dass Komponenten oder Module, die die gleiche Schnittstelle unterstützen, gegeneinander ausgetauscht werden können, das heißt sie sind zueinander kompatibel. Hardwareschnittstellen sind Schnittstellen zwischen physikalischen Systemen. Hardwareschnittstellen sind in der Computertechnik weit verbreitet. Industrienormen sorgen zum Beispiel dafür, dass ein PC ein offenes System ist, das aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammengesetzt werden kann. Beispiele für Hardwareschnittstellen die in Computern eingesetzt werden sind der PCI-Bus, SCSI, USB, Firewire und die ältere EIA-232 (auch als RS-232 oder V24 bekannt). Softwareschnittstellen oder Datenschnittstellen sind logische Berührungspunkte in einem Softwaresystem: sie definieren, wie Kommandos und Daten zwischen verschiedenen Prozessen und Komponenten ausgetauscht werden. Dabei unterscheidet man Schnittstellen zum Zugriff auf Systemroutinen, zur Kommunikation mit anderen Prozessen und zum Verbinden einzelner Softwarekomponenten (Module) eines Programmes bzw. programmübergreifende Schnittstellen. Manche Schnittstellen ermöglichen die Kommunikation zwischen verschiedenen Programmen (Interprozesskommunikation, IPC) auf dem gleichen oder einem anderen Computer. Beispiele für solche Kommunikationsschnittstellen über ein Netzwerk hinweg sind Remote Procedure Call, DCOM, RMI oder CORBA (siehe auch Interface Definition Language), aber auch ODBC und JDBC. Auch die bekannten Netzwerkprotokolle wie TCP, HTTP, usw. können als IPC-Schnittstellen verstanden werden.

JBOD
JBOD bedeutet Just a Bunch Of Disks, also Nur ein Bündel Platten. Der Begriff wird verwendet in Abgrenzung zu RAID-Systemen, um anzugeben, wenn Festplatten nicht im Verbund, sondern einzeln betrieben werden. Viele Hardware-RAID-Controller sind in der Lage, die angeschlossenen Festplatten dem Betriebssystem einzeln zur Verfügung zu stellen; die RAID-Funktionen des Controllers werden dabei abgeschaltet und er arbeitet als einfacher Festplatten-Controller. Ein JBOD kann auch unabhängig vom Controller eine irgendwie an den Computer angeschlossene Anzahl Festplatten bezeichnen. Mithilfe einer Volume Management Software kann ein solches JBOD zu einem Software-RAID zusammengeschaltet werden. Bei bestimmten RAID-Tools, wie z.B. dem VIA RAID-TOOL, wird der Begriff JBOD auch gleichbedeutend mit NRAID verwendet. Bei NRAID (auch als linear mode oder concat(enation) bekannt) werden – wie bei RAID 0 – mehrere Festplatten zusammengeschlossen. Im Gegensatz zu RAID 0 bietet NRAID aber keinen Performance-Gewinn. Dafür kann man Festplatten unterschiedlicher Größe ohne Speicherverlust miteinander kombinieren (Beispiel: eine 10 GB-Festplatte und eine 30 GB-Festplatte ergeben in einem NRAID eine virtuelle 40 GB-Festplatte, während in einem RAID 0 nur 20 GB (2 x 10 GB) angesprochen werden könnten). Der Ausfall einer Platte führt zu Datenverlust, jedoch wäre es möglich einen Teil der Daten wieder zu restaurieren, solange sie komplett auf der funktionierenden Platte liegen. NRAID ist weder einer der nummerierten RAID-Levels, noch bietet es Redundanz. Man kann es aber durchaus als entfernten Verwandten von RAID 0 betrachten. NRAID macht aus mehreren Festplatten eine einzige Partition, deren Datenkapazität der Summe der Kapazitäten aller verwendeten Platten entspricht. Heutzutage sind Controller, die mit der Eigenschaft NRAID verkauft werden, in der Lage, dies zu tun.

JScript
JScript .NET ist eine moderne, von Microsoft entwickelte Skriptsprache mit einer Vielzahl von Anwendungsbereichen. Es handelt sich um eine echte objektorientierte Sprache, deren „Skriptcharakter“ dennoch erhalten bleibt. JScript .NET gewährleistet vollständige Abwärtskompatibilität mit früheren Versionen von JScript, enthält bedeutende neue Features und bietet Zugriff sowohl auf die Common Language Runtime als auch auf .NET Framework. Als Compiler wird von Microsoft jsc.exe im frei verfügbaren .NET SDK geliefert. JScript .NET ist als Teil des .NET Framework 1.0, 1.1 und 2.0 verfügbar.

Kernel
Der Kernel ist ein äußerst wichtiger Bestandteil eines Betriebssystems. Zu seinen Aufgaben gehört z.b. die Speicherverwaltung (Verwaltung des Arbeitsspeichers RAM), Prozessverwaltung, Verwaltung von Hardwareressourcen usw. Beim Betriebssystem Linux ist der Kernel OpenSource, d.h. das sich jeder den Quelltext anschauen kann. Jeder kann den Kernel auch umschreiben, wenn er dazu fähig ist.

Kilobyte
Ein Kilobyte sind 1024 Byte. (Siehe auch Byte)

Klonen
Klonen meint das Erstellen einer exakten Kopie eines Datenträgers. Da Klone präzise alle Merkmale des Originals exakt enthalten, sind sie in der Forensik ein gleichwertiger Ersatz zur Untersuchung des Original-Datenträgers.

Knoppix
Knoppix ist ein Linuxbetriebssystem, die auf eine CD oder DVD passt. Sie lässt sich komplett vom externen Laufwerk booten (vorausgesetzt im BIOS ist das CD - Laufwerk als Bootlaufwerk angegeben). Die Hardwareerkennung erkennt beim Booten alle Hardwarekomponenten. In der Distribution sind dank eine kompressionsverfahrens viele Anwendungsprogramme enthalten. Dadurch, dass man Knoppix auf vielen PC's einfach von der CD booten kann, eignet es sich auch als System zur Datenrettung oder zum Testen von PC's.

Kryptographie
Kryptographie beschäftigt sich mit dem Codieren von Texten, d.h. es ist die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen, so dass nur autorisierte Personen die Klartextnachricht lesen können. Heutzutage beschäftigt sie sich allgemein mit dem Schutz von Daten durch deren Transformation, in der Regel unter Einbeziehung von geheimen Schlüsseln. Da die Computer immer leistungsfähiger werden, müssen immer aufwendigere Kryptographieverfahren entwickelt werden, um nicht geknackt zu werden.

NRAID
Bei NRAID (auch als linear mode oder concat(enation) bekannt) werden – wie bei RAID 0 – mehrere Festplatten zusammengeschlossen. Im Gegensatz zu RAID 0 bietet NRAID aber keinen Performance-Gewinn. Dafür kann man Festplatten unterschiedlicher Größe ohne Speicherverlust miteinander kombinieren (Beispiel: eine 10 GB-Festplatte und eine 30 GB-Festplatte ergeben in einem NRAID eine virtuelle 40 GB-Festplatte, während in einem RAID 0 nur 20 GB (2 x 10 GB) angesprochen werden könnten). Der Ausfall einer Platte führt zu Datenverlust, jedoch wäre es möglich einen Teil der Daten wieder zu restaurieren, solange sie komplett auf der funktionierenden Platte liegen. NRAID ist weder einer der nummerierten RAID-Levels, noch bietet es Redundanz. Man kann es aber durchaus als entfernten Verwandten von RAID 0 betrachten. NRAID macht aus mehreren Festplatten eine einzige Partition, deren Datenkapazität der Summe der Kapazitäten aller verwendeten Platten entspricht. Heutzutage sind Controller, die mit der Eigenschaft NRAID verkauft werden, in der Lage, dies zu tun.

Sektor
Ein Sektor ist der kleinste ansprechbare (adressierbare) Teil auf einer Festplatte. Die Größe in bytes kann dabei unterschiedlich sein. Diese Maßeinheit wird auch Datenblock genannt. Die nächsthöhere Einheit, in der Dateisysteme die Daten organisieren, nennt man Cluster.

Write-Blocker
Wichtiges Werkzeug das bei der Computer-Forensik zum Einsatz kommt, um sicherzustellen, dass bei der Erstellung eines identischen Klons keine Veränderungen durch einen Schreibzugriff erfolgen.

Zero-Day Exploit
Ein Zero-Day Exploit ist eine Sicherheitslücke die am gleichen Tag entdeckt wird und bei der am gleichen Tage Software entwickelt wird um diese Schwachstelle auszunutzen