Smart Media Card reparieren und retten

Datenrettung Smart Media Card - Defekte Karte reparieren und retten

Bei der Datenrettung sowie der Reparatur von Smart Media Karten haben wir es mit einem veralteten Card - Standard zu tun. Häufig finden sich diese Kartenformate in älteren Digitalkameras wieder, werden nicht regelmäßig ersetzt und fallen somit früher oder später aus. Grundsätzlich besteht bei den meisten Smart Media Karten eine gute Chance verlorene Daten retten und reparieren zu können, da die Technologie von Smart Media Karten gut dokumentiert und die internen Algorithmen controllerseitig nicht allzu hoch verschlüsselt sind.

Format Fehler & Datenverluste

Smart Media Speicherkarten wurden häufig beschädigt und unbenutzbar wenn die Karten oftmals durch Card Reader gelesen oder beschrieben wurden. Betroffene SmartMedia Speicherkarten wurden hiernach durch die Digitalkamera nicht mehr erkannt und konnten auch nicht formatiert werden, auch Lese- und Schreibzugriffe ließen sich bei solchen Szenarien nicht mehr durchführen. Datenverlust und eine plötzliche Änderung der Anzeige des freien und verfügbaren Speicherplatzes auf der SmartMedia Karte waren ebenfalls Anzeichen für Low Level Formatbeschädigungen oder für ein defektes CIS (Card Information System). Die Mehrzahl dieser Formatbeschädigungen ließen sich in der Regel durch Formatierung der Speicherkarte oder durch die Durchführung einer Datenwiederherstellung mittels Software wieder reparieren.

Häufig genug scheiterte jedoch auch ein Reparaturversuch seitens des betroffenen Anwenders. In solchen Fällen lag dann meistens ein physikalischer Defekt der Smart Media Speicherkarte vor, was jeden eigenständigen Rettungsversuch für den Anwender aussichtslos werden ließ, da er nicht über die entsprechende Ausstattung verfügte, um die defekte Karte reparieren zu können.

Die Smart Media Card (SM) ist ein digitales Speichermedium, das vorwiegend in digitalen Fotoapparaten und in einigen MP3-Playern eingesetzt wird.
Bei einer Smart Media Card ist der Controller nicht auf der Karte enthalten, sondern muss im Laufwerk, d. h. in der Digitalkamera oder z. B. dem PCMCIA-Adapter untergebracht sein.
Die Karte ist 45 mm × 37 mm × 0,76 mm groß, etwa 2 Gramm schwer und verfügt über 22 Pins. Die Datenspeicherung erfolgt mit der Flash-Technologie. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit beträgt dabei nur 0,8 MB/s. Die Speicherkapazität der Karte liegt zwischen 2 MB und 128 MB.

Neuere Karten mit veränderter Technologie oder höheren Speicherkapazitäten können von alten Digitalkameras ohne Firmware-Update oft nicht verwendet werden.

Zudem muss auch die erforderliche Spannungsversorgung der Speicherkarte zur Kamera passen (neu: 3,3 V, alt: 5 V).

Floppy / Diskettenlaufwerksadapter 3.5" für Smart Media CardDas Speicherkartenformat wurde erstmalig im Sommer 1995 ins Leben gerufen und stand somit direkt mit weiteren Speicherkartenformaten wie der MiniCard, CompactFlash und den PC-Card Formaten im Wettbewerb. Obwohl Speicherkarten heutzutage eher mit Digitalkameras, MP3 Playern oder PDAs in Verbindung gebracht werden, galt die SmartMedia Karte zunächst als Nachfolger der Diskette oder Floppy Disk, was auch aus der Namensgebung des ursprünglichen Konsortiums um den SmartMedia-Standard abzulesen ist: SSFDC - Solid State Floppy Disk Card. Das SSFDC Konsortium wurde im April 1996 gegründet.

Eine SmartMedia Speicherkarte besteht aus einem einzelnen NAND-Flash Speicherchip, der innerhalb der Plastikummantelung der Karte eingebettet ist. Obwohl höherkapazitäre Speicherkarten mehrere miteinander verbundene Speicherchips enthalten, waren diese Karten aufgrund ihrer Bauart eine der kleinsten und dünnsten frühen Speicherkarten, nur 0.76mm hoch und ausgestattet mit einem attraktiven Preis-/ Leistungsverhältnis im Vergleich zu anderen Speicherkarten.

Da die frühen Speicherkarten dieses Typs keinen eigenen Controller beinhalteten, waren sie entsprechend günstiger, als vergleichbare andere Speicherkarten. Diese Tatsache führte jedoch später zu Problemen, wie z.b. der Tatsache, dass die Speicherzellen durch den fehlenden Controller, keine Möglichkeiten hatten, das Wear Levelling der einzelnen Speicherzellen zu steuern. Dies führte dazu, dass einige Speicherzellen auf SmartMedia Karten häufiger beschrieben wurden als andere und die Lebenszeit einer einzelnen Zelle sich pro Schreibzugriff grundsätzlich verkürzt. Hochkumuliert auf den Gesamtdatenbereich einer solchen Karte bedeutete dies eine relativ hohe Fehlerrate die analog zur Anwendung und Alter der Karte permanent stieg.

SmartMedia cards können mittels entsprechenden Adapters (Flash Path Adapter) in einem Standard 3.5" Diskettenlaufwerk gelesen werden, was zudem auch den einzigen Weg darstellt Flash Memory Funktionalität auf sehr alter Hardware einzusetzen. Jedoch hatte diese Methode auch einige Nachteile, spezielle Hardware-Treiber waren vonnöten und ließen nur eingeschränkte Lese- Schreibzugriffe (bzw. Nur-Lese-Modus bei Macs) zu und war natürlich limitiert hinsichtlich der Datentransferrate die ein Diskettenlaufwerk über seine Datenanbindung anzubieten hat.

MicroSD vs. SmartMedia - Die Bauform einer SMC Karte erleichtert die Datenrettung, sowie das reparieren und retten von daten

Typischerweise wurden diese Karten als Speicher für portable Geräte eingesetzt, in einer Bauform die sich spielend aus den portablen Geräten entfernen ließ und ebenso einfach in einen PC oder Notebook eingeschoben werden konnte.

SmartMedia Speicherkarten erreichten 2001 ihre Poplaritätsspitze und hatten zum damaligen Zeitpunkt eine Marktabdeckung im Digitalkamerabereich von fast 50 % inne. Getrieben wurde diese Entwicklung durch Hersteller wie Fujifilm oder Olympus, jedoch bereitete das Format zunehmend Probleme, da die immer höheren Auflösungen der Digitalkameras immer größeren Speicherplatz auf den Karten in Anspruch nahmen und eine höhere Datenübertragungsrate einforderten. Smart Media Speicherkarten mit einer höheren Kapazität als 128 MB gab es damals nicht und die digitalen Kompaktkameras verlangten zu damaligen Zeitpunkt nach immer kleineren Bauformen der Speicherkarte.

So entschied sich Toshiba zu diesem Zeitpunkt auf höher kapazitäre Secure Digital Cards zu wechseln und Hersteller wie Olympus und Fujifilm entschieden sich für den xD-Speicherkartenstandard.

Smart Media Speicherkarten >128MB wurden nie produziert.

SmartMedia Speicherkarten gab es in zwei Formaten, 5 V und die moderne 3.3 V Variante. Viele ältere SmartMedia Geräte unterstützten nur den 5V Standard, wohingegen neuer Geräte nur 3.3 V unterstützten. Dies führte dazu, dass es schon frühzeitig Datenverluste und beschädigte SmartMedia Karten durch das Stecken von 3.3 V Karten in 5V Lesegeräte gab.