Datenrettung SSD - Solid State Disk

Eine Reparatur oder Datenrettung nach einem Defekt der SSD ist immer dann erforderlich, wenn die Solid State Disk ausfällt und in der Regel geschieht dies mit einem Controller-Defekt. Die Art und Weise eines Ausfalls geschieht hierbei zumeist plötzlich und unerwartet, so dass die SSD einfach nicht mehr vom BIOS erkannt wird. Solid-State-Disks werden eingedeutscht als "Festkörperlaufwerke" bezeichnet, da sie über keine mechanischen Bauteile verfügen.

Die augenscheinlichen Vorteile einer Solid State Disk, im Vergleich zu einer auf konventioneller Ferromagnettechnik basierenden Festplatte, liegen klar auf der Hand: Stolid State Disks verfügen über einen schnelleren Datenzugriff und sind robuster und unanfälliger gegenüber Stößen oder Erschütterungen, da sie über keine mechanischen Bauteile verfügen. Die Nachteile treten hierbei jedoch erst bei einem Ausfall zutage, denn es gibt in der Regel keine Symptome, die einen möglichen Ausfall oder drohenden Defekt hierbei im Vorfeld ankündigen.

Reparatur und Rettung nach Defekt an SSD

Leider neigen SSD zu Ausfällen, denn "unverwüstlich" sind auch sie nicht, nur liegen die potentiellen Szenarien eines Ausfalls gänzlich anders als bei konventionellen Festplatten. In Fällen in denen die SSD plötzlich nicht mehr erkannt wird und sich auch nach anstecken am jeweiligen System nicht erkennen und ansprechen läßt, ist dies ein relativ deutliches Indiz für eine Beschädigung am Festplatten-Controller. Vergleichbar ist diese Art von Defekt gleichzusetzen mit einem Headcrash an einer normalen Festplatte, da sich die Datenwiederherstellung oder Reparatur hierbei äußerst aufwändig und zeitintensiv gestaltet und zudem auch direkt abhängig ist von der Gesamtkapazität der Solid State Disc.

Kosten & Preis für die Rettung und Wiederherstellung defekter SSD

Datenrettung von SSD - Solid State Disc

Die Reparaturkosten orientieren sich an der Kapazität der SSD und an dem zu erbringendem Zeitaufwand um die Daten retten zu können. Die der Datenrettung vorausgeschaltete Analyse ist somit auch als verbindlicher Kostenvoranschlag für die zu erwartenden Rettungskosten anzusehen.

Physikalische Beschädigung der SSD:
min. 800,- € bis max. 1.800 € inkl. Mwst.

Logische Beschädigung der SSD:
min. 300,- bis 600,- € inkl. Mwst.

Sicherlich gibt es viele Ursachen, Gründe und Symptome die zum Ausfall einer SSD führen können. Bestimmte Szenarien, die einen Defekt oder Ausfall einer Solid-State Disk kennzeichnen, treten jedoch wesentlich häufiger auf als andere und äußern sich in der Regel dadurch, dass die SSD vom PC-System oder vom Notebook plötzlich nicht mehr erkannt werden kann. Auch erkennt der PC oder das Notebook in diesen Fällen schon über das BIOS keine angeschlossene SSD.
Zurückführen lässt sich diese Art von Defekt auf einen beschädigten Mikro-Controller innerhalb der SSD. Diese Symptome sind bspw. exakt die gleichen wie wir sie auch schon bei der Reparatur von SD-Karten oder der Datenwiederherstellung von USB Sticks täglich bearbeiten.

Die Analysekosten für die Untersuchung von Solid-State-Disks:

DatenträgerStandard - Service
( 6 Arbeitstage )
SSD / Solid State Disk€ 108,-* Analyse beauftragen
*Alle Preisangaben verstehen sich inkl. Mwst. Bei Beauftragung der Datenwiederherstellung entfallen die Analysebebühren.

Die Datenambulanz von KUERT entfernt in solchen Fällen die Speicherbausteine aus dem Inneren der SSD und liest diese einzeln aus und im Anschluß werden die ausgelesenen Dateninhalte wieder zusammengefügt und die SSD wieder in den Originalzustand versetzt. Was zunächst einmal einfach und banal klingt ist in der Praxis mitunter von der einen oder anderen Herausforderung geprägt. Denn nicht jede Solid-State-Disc ist im Falle eine Controller-Defekt auch wirklich rettbar. So beeinflussen bei dieser Art von Defekt zwei Faktoren die Erfolgswahrscheinlichkeit hinsichtlich einer Datenrekonstruktion:

  • SSD Controller ohne Hardware-Verschlüsselung,bzw. mit leichtem Verschlüsselungsalgorithmus : Hierbei werden die Dateninhalte seitens des Controllers in der Regel nur leicht verschlüsselt abgelegt. Controller mit dieser Funktionsweise finden sich in zahlreichen SSDs wieder. Zu den bekanntesten rettbaren Controller Herstellern zählen JMicron, Samsung, Intel und viele weitere. Eingesetzt werden diese Controller u.a. in Solid State Discs von Toshiba, Samsung, Kingston, Intel oder AData, Corsair, Verbatim usw.
  • SSD Controller mit Hardware-Verschlüsselung: Zu den bekanntesten und bis dato nicht rettbaren Controllern zählen Chipsätze des Herstellers "Sandforce" der Controller- Serien 12xx/15xx und 22xx. SSDs mit Sandforce Chipsätze wurden zwischen 2010 und 2012 sehr zahlreich verkauft und finden sich u.a. in der Vertex 2 und der Vertex 3 sowie der Agility-Serie von OCZ-Technology. Zudem auch noch in einigen Produktserien des Herstellers Corsair. Auch seitens Intel sind Sandforce-Chipsätze verbaut worden, so z.b. in der Intel 520.

Controller mit Hardware-Verschlüsselung chiffrieren Daten in Echtzeit, während diese in den NAND-Flash-Speicher der Solid State geschrieben werden. Die spezielle Problematik bei Sandforce-Controllern beruht auf der Tatsache, dass die Daten hierbei auf zwei unterschiedlichen Kanälen, per AES-128 und AES-256 abgelegt werden. Die seitens des Herstellers Sandforce eingesetzten Schlüssel sind hierbei einzigartig und nicht emulierbar oder auch nur in irgendeiner Form errechenbar. Anders verhält es sich bei Beschädigungen bei denen der Controller intakt ist, zu dieser Art von Beschädigungen, die eher seltener auftreten, zählen alle Arten von elektronischen Problemen an Bauteilen. Diese können sich zum Beispiel dadurch äußern, dass das Solid State Drive nur einen sehr langsamen Datenzugriff anbietet. Probleme an elektronischen Bauteilen sind hierbei oftmal thermischer Natur, bei denen einzelne Bauteile eine zu starke Wärmeentwicklung aufweisen.

Zu den weiteren Beschädigungen von SSDs zählen:


  • Probleme mit der Firmware
  • Wear-Levelling
  • Elektronische Probleme