Datenwiederherstellung

Gelöschte Daten wiederherstellen
Unsere Dienstleistungen und Software zur Datenweiderherstellung defekter Dateisysteme erstreckt sich über alle handelsüblichen Speichermedien:
/Datenwiederherstellung%20Solid%20State%20Disk%20/%20SSD
Datenwiederherstellung Solid State Disk / SSD
Wiederherstellung von Solid State Festplatten.
/Raid-NAS%20&%20Server%20Wiederherstellung
Raid-NAS & Server Wiederherstellung
Gelöschte Daten von RAID / NAS und Servern wiederherstellen.
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Datenwiedherstellung interne / externe Festplatte
Datenwiederherstellung nach Datenverlust auf interner oder externer Festplatte
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Forensische Sicherstellung in lokalen Netzwerken / LAN
Rekonstruktionssichere Löschung von Daten im LAN
/Datenwiederherstellung%20SD%20Karte%20/%20USB%20Stick
Datenwiederherstellung SD Karte / USB Stick
Wiederherstellung von Daten nach Befall von Malware / Ransomware oder versehentlicher Löschung
/Gelöschte%20Daten%20aus%20Smartphone%20/%20Handy%20wiederherstellen
Gelöschte Daten aus Smartphone / Handy wiederherstellen
Zuverlässige Löschung von Alt-Daten auf Smartphone und Tablet.

Datenwiederherstellung bei logischer Beschädigung am Datenträger und Dateisystem

Datenwiederherstellung von Dateisystem

Im Folgenden werden einige Aspekte im Zusammenhang mit Datenwiederherstellung aufgezeigt:

  1. Definitionsansätze Datenwiederherstellung
  2. Ursachen für Datenverlust
  3. Unterschied zwischen logischer und physikalischer Beschädigung bei Datenträgern
  4. Verhaltensregeln bei Datenverlust und Datenträgerfehlern
  5. Datenträger und Ihre "Haltbarkeit"
  6. Dateisysteme und Datenwiederherstellung
  7. Betriebssystem und die Wiederherstellung von Daten

Datenwiederherstellung - Definition und Beschreibung

1. Definition der Datenwiederherstellung

Wikipedia definiert den Begriff "Datenwiederherstellung" wie folgt:

"Datenwiederherstellung (engl. Data Recovery) wird der Vorgang genannt, mit dem man gelöschte bzw. beschädigte Daten (inkl. Programme) auf einem Datenträger wiederherstellt oder unlesbares wieder lesbar macht, z.B. von Daten einer Festplatte, einer CD oder DVD, von einem Bandlaufwerk, einer Floppy Disk oder auch von Speicherkarten (über USB auch per USB-Stick)."

Andererorts findet man Erklärungsansätze, die eher zwischen den Begriffen differenzieren:

"Datenwiederherstellung bezeichnet die Rekonstruktion von Daten (Dateien, Programmen, Systemen) deren logische Struktur beeinträchtigt oder zerstört ist, so dass mit normalen Mitteln der Technik nicht mehr darauf zugegriffen werden kann."

Datenrettung, im Gegensatz dazu, beschreibt die Wiederherstellung von Daten von physikalisch beeinträchtigten oder beschädigten Datenträgern, wie Festplatten, Festplattenverbünden (RAID, Server), CD, DVD, Floppy Disk, Flash-Speichern, USB-Stick, Memory Card usw.

Meist werden die Begriffe "Datenrettung" und "Datenwiederherstellung" im Internet jedoch synonym verwendet, da beide Begriffe eine hohe Relevanz bei den Suchergebnissen der meisten Suchmaschinen aufweisen und sie im Prinzip auch beide das Problem, verlorene Daten von digitalen Datenträgern, wie Festplatte, RAID Systeme, Server, CD, DVD, Memory Card usw. zurückzugewinnen, trefflich umschreiben.

Folgt man dem zweiten Ansatz unterscheiden sich die Begriffe enorm und ziehen praktisch auch gleich ganz andere Maßnahmen und Voraussetzungen nach sich.

Eine defekte Schreib-/ Leseeinheit einer Festplatte wird im Reinraum Labor durch einen Techniker untersucht

Eine solche Differenzierung erscheint jedoch nicht unbedingt sinnvoll, es sei denn man spräche von "Datei wiederherstellen" oder "Dateiwiederherstellung".

Aus Sicht professioneller Anbieter dieser Serviceleistung, macht es keinen Unterschied ob die Rettung von Daten im einem Reinraum Labor oder Datenwiederherstellung gemeint ist, ersteres hört sich aber griffiger an und wird deshalb auch meistens verwendet, so oder in abgewandelter Form sogar in den Firmennamen, zumindest jedoch fast immer in entsprechenden Werbetexten.

2. Ursachen für Datenverlust

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, listet auf seiner "Bürgerinformationseite- BSI für Bürger" vier Gründe für den Verlust von Daten auf, die u.U. eine Datenwiederherstellung erforderlich machen können:

Versehentliches Löschen von Daten

Um dies rückgängig zu machen, gibt es in Betriebssystemen eine Art Papierkorb. Dorthin gelangen die gelöschten Dateien erst einmal und können jederzeit wieder hergestellt werden. Haben Sie den Papierkorb jedoch geleert, dann sind die darin enthaltenen Dateien in der Regel gelöscht. Das Gleiche gilt, wenn Sie den Papierkorb so eingerichtet haben, dass er Daten sofort automatisch löscht.

Irrtümliches Überschreiben von Daten

Oft passiert das, wenn Sie ein bereits bestehendes Textdokument als Vorlage für ein neues Schreiben benutzen wollen, es abändern, und dann versehentlich unter dem alten Namen speichern.

Unsachgemäßes Herunterfahren des Rechners

Gefährlich für die Daten ist auch, Computer nicht vorschriftsgemäß herunter zu fahren, sondern einfach auszuschalten.

Gefahren durch Computerschädlinge

(Viren, Würmer, Malware / Ransomware und Hackerangriffe)

Bei den bisher gelisteten Ursachen für einen Datenverlust, die eine Datenwiederherstellung erforderlich machen können, handelt es sich fast ausschließlich um menschliches Versagen oder um, durch Menschen verursachte, Beschädigungen.

Analog zur Begriffsabgrenzung von oben werden hier hauptsächlich Gründe für logische Beschädigungen aufgeführt. Lediglich das unsachgemäße Ausschalten des Rechners kann auch zu physikalischen Beschädigungen führen, nämlich wenn z.B. während eines Schreibzugriffs auf die Festplatte der Strom abgestellt wird und die Disks dann unvermittelt nicht mehr drehen.

In Ergänzung zu den o.a. Gründen warum Daten verloren gehen können, findet man unter anderem bei
Wikipedia noch folgende Gründe für Informationsverlust bei Daten:
  • Katastrophen (Brand, Explosion, Wasserschaden, Überspannung)
  • Technische Defekte von Festplatten oder Datenträgern (Überalterung, Verschleiß, Fehlfunktionen)
  • Unachtsamkeit (Sturz, Unfälle, Versehen)

3. Logische und physikalische Beschädigung bei Datenträgern

Bisher wurde bereits auf einige Aspekte der Beschädigungen bei Datenträgern eingegangen, die eine Datenrettung oder Datenwiederherstellung erforderlich machen können. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:
  • logischer Beschädigung und ( = Datenwiederherstellung )
  • physikalischer Beschädigung ( = Datenrettung )

Wie bereits angesprochen sind die Ursachen, die eine Datenwiederherstellung erforderlich machen, hierfür meist unterschiedlich. Normalerweise unterscheiden Spezialfirmen für die Datenwiederherstellung zwischen diesen beiden Schäden deshalb ihre Preise nach diesen Kategorien, da der zu erbringende Aufwand erheblich auseinanderklafft.

Datenwiederherstellung bei logischen Beschädigungen

Meist bietet der Vorgang der Datenlöschung oder die Art des Datenverlusts gleichzeitig auch einen Hinweis auf die Art, wie die verlorengeglaubten Daten vielleicht doch noch wiederherstellbar sind. Dies setzt jedoch voraus, dass man genau weiß, wie bzw. warum die Daten von z. B. der Festplatte verschwunden sind!

Undelete

(Betriebssysteme halten oftmals die Funktion "Rückgängig machen" bereit, um Dateien aus dem Papierkorb wiederherzustellen. Hier sind die Daten noch in einem Art Container gehalten und erst nachdem sie von dort gelöscht wurden, sind sie von der Oberfläche verschwunden. Mit Undelete oder vergleichbarer Software zur Datenwiederherstellung stellt man diese Daten wieder her.)

Datenlöschung

(Wurden Dateien gelöscht, so sind diese Daten dann normalerweise nicht wirklich von der Festplatte gelöscht, Ausnahme "sichere Löschung", sondern lediglich "der Zeiger auf das Datenbündel", file allocation table, fat, wurde entfernt und der belegte Speicherplatz wieder freigegeben. Je weniger Datenbewegungen auf dem Datenträger stattfanden, desto höher ist die Chance, mit entsprechender Software, eine erfolgreiche Datenwiederherstellung zu erzielen.)

Vorsicht beim Einsatz von Software zur Datenwiederherstellung

Natürlich kann man sich freie Software Datenwiederherstellung aus dem Internet besorgen und versuchen damit eine Datenrekonstruktion durchzuführen. Es werden auch Produkte dieser Art kostenpflichtig zur Verfügung gestellt. Der Computerhändler um die Ecke hat eventuell auch mehr Zutrauen zu seinen Fähigkeiten und probiert mit so einer Software die Datenwiederherstellung hinzubekommen, um den Preis für seinen Kunden möglichst gering zu halten.

Der Einsatz von Programmen oder kostenloser Freeware zur Wiederherstellung gelöschter Daten ist durchaus leicht zu bewerkstelligen und eben auch sinnvoll, wenn man weiß, dass es sich um eine rein logische Beschädigung des Datenträgers handelt. Ist man sich dessen nicht sicher, sollte der Weg IMMERzum professionellen Datenretter führen.

Auch wenn dieser nach eingehender Analyse des Datenträgers mit Software arbeitet, so dürfte er wohl auch in deren Handhabung durch häufige Anwendung geschulter sein, als ein Laie, der das Programm erstmals bis gelegentlich bedient.

Rettung von Daten bei physikalischer Beschädigung

Bedarf es zur logischen Datenwiederherstellung lediglich Zeit, Geduld und meist verschiedener Software, so gestaltet sich die Vorgehensweise bei physikalisch beschädigten Festplatten oder anderen Datenspeichern schon etwas komplizierter. Dies liegt daran, dass der Schaden unterschiedliche Bereiche des Datenträgers, (hier exemplarisch Festplatte) beeinträchtigen kann:

  • Elektrik
  • Elektronik
  • Mechanik
  • Datenträgeroberfläche
  • Firmware

Will man erfolgreich von physikalisch beschädigten Datenträgern Daten retten, so benötigt man zwingend einen Reinraum. Die wenigen Spezialfirmen in Deutschland, die darüber wirklich verfügen, arbeiten mindestens mit zertifizierten Reinräumen der Klasse 100. (Hier mehr zur Datenwiedherstellung im Reinraum) So ein Reinraum ist deshalb unbedingt von Nöten, weil darin Datenträger wie Festplatten frei von jeglicher Kontamination geöffnet werden können. Muss die Lese-/Schreibeinheit von Festplatten ausgetauscht werden, kommt das Labor an einer Öffnung des Datenträgers nicht vorbei.

Firmen, die Datenwiederherstellung im Labor bewerkstelligen können, gehören zur Spitzengruppe der Datenretter.

Dies hat nicht unbedingt mit dem Vorhandensein eines Reinraums zu tun, sondern mit den Möglichkeiten, die dieser
bietet und die Erfahrung, die dadurch angehäuft wird. Bei logischer Datenwiederherstellung kann man auch nichts über z.B. Firmwaremodule lernen. Will man alle o. a. Bereiche beherrschen rechnen Spezialfirmen mit mindestens 2 Jahren Sonderausbildung. Hinzu kommt dann noch die nötige Erfahrung mit den einzelnen Festplattenherstellern und deren unzähligen unterschiedlichen Modellen, die alle ein wenig anders "ticken".
Schlägt eine Datenwiederherstellung fehl, so bleibt nur noch die Rettung von Daten im Reinraum

Präventivmaßnahmen gegen Datenverlust

Backup

Eine relativ sichere Methode dem Datenverlust vorzubeugen, ist das so genannte Backup. Hat man dieses nach einer sicheren Routine durchgeführt, läßt sich nach einem Datenverlust dieser gespeicherte Zustand wiederherstellen.

Ganz wichtig dabei ist jedoch das regelmäßige Durchführen der Sicherung und auch das testweise Zurückspielen zu Überprüfungszwecken.

RAID

Redundanz oder direkte Datensicherung ist auch eine meist als sicher erachtete Methode gegen Datenverlust.

Ein Beispiel hierfür ist das sogenannte RAID System, ein Festplattenverbund der nach unterschiedlichen Konfigurationen, den so genannten RAID Leveln zusammengeschaltet werden kann. Auch diese Systeme sind jedoch nur so gut wie ihre Anwender es zulassen. Sind Regeln festgelegt, was zum Beispiel beim Ausfall einer Festplatte genau zu passieren hat, muss sich der Administrator nur noch daran halten, um zu verhindern, dass Spezialfirmen RAID Daten wiederherstellen müssen.

4. Verhaltensregeln bei Datenverlust und Datenträgerfehlern

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat auf seiner Hilfeseite einige Tipps zum Schutz vor Datenverlust zusammengefasst, es werden hierbei in Maßnahmen physischer Natur und Maßnahmen die das Benutzerverhalten angehen unterschieden:

Erschütterungen

Vermeiden Sie Erschütterungen während des Betriebs Ihres Computers!

Magnetismus

Setzen Sie Ihren Computer keinen starken elektromagnetischen Strahlen aus – etwa in der Nähe von Elektromotoren oder Lautsprechern, die Ihre Daten zerstören können.

Lagerung von Speichermedien

Lagern Sie Speichermedien trocken und kühl und setzen sie diese nicht direktem Sonnenlicht aus und bewahren Sie mehrere Kopien von Speichermedien an unterschiedlichen Orten auf.

Beschriftung

Beschriften Sie Speichermedien sorgfältig

ANMERKUNG: Es wird später noch auf die Haltbarkeit von Datenträgern eingegangen, an dieser Stelle muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass säurehaltige Stifte oder Aufkleber über die Zeit den Datenträger durchfressen und so mit ebenfalls direkt zu Datenverlust führen können !

Es folgen Maßnahmen die auf Verhalten abzielen:

Umgang mit dem Papierkorb

Leeren Sie den „Papierkorb“ Ihres Betriebssystems und der Anwenderprogramme (etwa Mailprogramme) nicht automatisch, sondern prüfen Sie zunächst, ob irrtümlich wertvolle Daten darin enthalten sind.

Textverarbeitung und seine Tücken

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie bestehende Textdateien als Vorlage für neue Dokumente nehmen: Speichern Sie die Dateien unter einem anderen Dokumentennamen, wenn Sie alte Versionen behalten wollen.

Vorsichtsmaßnahmen gegenüber Computerviren

Setzen Sie aktuelle Virenschutzsoftware ein, aktivieren Sie Ihre Firewall und öffnen Sie keine E-Mails aus verdächtiger Quelle. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in den Newslettern des Bürger-CERT .

Passwortschutz aktivieren

Sichern Sie sensible Daten mit Passwörtern

Sicherung und Auslagerung

Speichern Sie die System- und Programmdateien auf einer anderen Festplatte als die von Ihnen selbst erstellten Dateien. So können Sie Letztere einfacher regelmäßig abspeichern.

Backups regelmäßig überprüfen

Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob die gespeicherten Daten mit Ihrer Software noch gelesen werden können – durch den rasanten technischen Fortschritt können hier Probleme entstehen.

Auch professionelle Unternehmen, die sich auf die Wiederherstellung verlorener Daten spezialisiert haben, geben Tipps und Ratschläge zum Verhalten bei Datenverlust, weil bei zu starker Beschädigung es entweder nichts mehr zu retten gibt oder der zu betreibende Aufwand unverhältnismäßig hoch wird und damit unrentabel ist:

  • Geraten Sie nicht in Panik. Überlegen Sie zunächst, was den Schaden verursacht haben könnte. Gehen Sie nicht davon aus, dass alle Daten vernichtet sind!
  • Schalten Sie den Computer aus, starten Sie ihn nicht neu! Versuchen Sie nicht, auf Daten zuzugreifen!
  • Öffnen Sie niemals selbständig die versiegelten Platten! (Nicht Festplatten weiderherstellen selbst versuchen)
  • Nehmen Sie Kontakt mit einem Spezialisten zur Datenwiederherstellung auf, um das weitere Vorgehen zu klären.
  • Wenn Sie sicher sind, dass die Daten „nur“ versehentlich gelöscht, durch einen Systemabsturz unleserlich wurden oder der Speicher formatiert ist, kann eine Software zur Datenwiederherstellung helfen. Aber Vorsicht: Auf dem betroffenen Laufwerk auf keinem Fall neue Daten abspeichern, bevor die alten wieder hergestellt sind. Ungewöhnliche Geräusche, wie Klacken oder Schleifen sind ein sicherer Hinweis, dass nicht nur ein logisches Problem vorliegt!
  • Bevor Sie ein solches Programm oder Software zur Datenwiedherstellung nutzen, sollten Sie mit einer gelöschten oder formatierten Diskette oder einem USB-Stick üben.
  • Bei nass oder feucht gewordenen Datenträgern sollten Sie nicht versuchen diese selbständig zu trocknen. Halten Sie diese feucht und lassen sie diese so schnell wie möglich in ein Speziallabor abholen!
  • Verwenden Sie offensichtlich beschädigte Datenträger nicht weiter!
  • Säubern Sie verschmutzte Datenträger nicht selbst, sondern überlassen Sie das den Profis.
  • Setzen Sie den Datenträger nicht unnötigen Erschütterungen aus, wie zum Beispiel durch Schütteln.
  • Bei der Beschriftung von DVD/ CD usw. sollten Sie auf säurehaltige Beschriftung und Beklebung verzichten.
  • Setzen Sie DVD/CD/Floppy Disk usw. nicht direkter Sonnenbestrahlung aus !
  • Vermeiden Sie unnötige Hitze, Kälte oder starke Temperaturschwankungen!
  • (Der Trick mit dem Kühlschrank ist ein Mythos [Festplatte zur Datenweiderherstellung ins Eisfach legen], wenden Sie ihn nicht an ! Sprechen Sie erst mit den Spezialisten; schnelle Abkühlung führt womöglich zu Kondensation!)

Für einige Datenträger findet man im Internet oder bei Spezialanbietern noch einmal spezifische Handlungsanweisungen die den Besonderheiten dieses Mediums entsprechend Rechnung tragen.

Zum Beispiel: Datenwiederherstellung RAID -System:

  • Image ziehen: Versuchen Sie nie die Originaldaten zu reparieren, wenn ein MS Exchange oder SQL-Server ausgefallen ist, sondern fertigen Sie eine Sicherungskopie der Daten an und arbeiten damit. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Spezialisten zur Datenwiederherstellung, oftmals kann dies kostengünstig und zuverlässig dort erledigt werden.
  • Speicherort verändern: Spielen Sie nie die Daten auf den Server wieder auf, der vom Datenverlust betroffen war, sondern wählen Sie einen anderen Speicherort aus oder greifen Sie auf einen separaten Server zurück.
  • System nicht runterfahren: Bei gelöschten Dateien schalten Sie den Rechner einfach sofort aus, um ein Überschreiben beim Runterfahren zu verhindern.
  • Saubere Platten verwenden: Wenn Sie eine Festplatte aufgrund Versagens austauschen müssen, nehmen Sie keine Platte, die vorher in einem anderen RAID-System eingebaut war, ohne diese vorher vollständig bzw. auf low level zu formatieren.
  • Keine Repair oder Defrag-Programme benutzen: Festplatten die möglicherweise beschädigt sind, sollten nicht mit Defragmentierungs- oder Utility Repair - Programmen behandelt werden.
  • Achtung bei Reparaturprogrammen: Läßt sich das Dateisystem nicht mehr starten, der Zugriff auf die Daten wird verweigert oder es kam zu einem Stromausfall, lassen Sie nicht das Utility-Repair-Programm laufen.

Und zur Vorsorge oder der Unterstützung bei der Datenwiederherstellung:

  • Bei ungewöhnlichen Geräuschen einer Festplatte aus dem RAID-Verbund kontaktieren Sie schnellstmöglich Ihr Rettungsunternehmen
  • Bevor Sie Veränderungen in der Konfiguration, Hard- und Software seitig, vornehmen, erstellen Sie ein funktionierendes Backup
  • Makieren Sie Platten und Anschlussstellen an Controller und Festplatten!
  • Nummerieren Sie die Reihenfolge der Platten Ihres Raid-Verbundes zur besseren Zuordnung im "Fall der Fälle"!

5. Datenträger und ihre "Haltbarkeit"

Für die Datenwieherstellung ist es meist nicht nur wichtig welche Art von Beschädigungen vorliegen, sondern auch auf welchem Datenträger.

Für Spezialunternehmen aus dem Bereich der Datenwiederherstellung sind meist nur digitale Speichermedien interessant und hier hauptsächlich Festplatten.

Wikipedia definiert diese wie folgt:

Datenwiederherstellung von defekter Festplatte

Definition: Datenträger / Speichermedium

Im engeren Sinne bezeichnet man mit Datenträger oder Speichermedien Gegenstände, die als Datenspeicher dienen

  • für Unterhaltung (Musik, Sprache, Film etc.), die mit Hilfe elektronischer Geräte abgespielt oder auch gespeichert werden und
  • für Daten jeglicher Art (auch Unterhaltung), die von Computern/Computeranlagen bzw. Peripheriegeräten nur gelesen oder auch geschrieben werden.

Bei elektronischer Speicherung unterscheidet man auch gerne zwischen flüchtigem, semipermanentem und permanentem Speicher. (Einige Aspekte aus diesem Bereich sind insbesondere für den Bereich Computer Forensik interessant bzw. falsche Einschätzungen hiermit ergeben enorme Schwierigkeiten für die Arbeit dieser Spezialisten.)

Auch hierzu weiß Wiki wieder einiges zu berichten:

Flüchtig:

DRAM, dynamisches RAM (dynamic random access memory)
SRAM (static random access memory)

Permanent:

ROM (read only memory) - PROM (programable read only memory)

Semi-permanent:

EPROM (erasable programable read only memory)
EEPROM (electrically erasable programable read only memory)
Flash-EEPROM (USB-Stick)
FRAM
MRAM
Phase Change RAM

Bestandteile davon finden sich in Endprodukten, die der Anwender dann wieder kennt oder die er auf seinem Rechner wiederfinden kann.

Unter Elektronischen Speichermedien versteht der Anwender genauso wie der Datenretter eigentlich nur Speicherkarten, jede Form von Flash-Speichern und USB-Stick, dabei ist jedoch darauf zu achten ob es sich nicht womöglich um eine Mini - Festplatte, also ein so genanntes Microdrive handelt.

Magnetische Speicherung

Die magnetische Speicherung von Information erfolgt auf magnetisierbarem Material. Dieses kann auf Bänder, Karten, Papier oder Platten aufgebracht werden. Magnetische Medien werden (außer Kernspeicher) mittels eines Lese/Schreibkopfes gelesen respektive geschrieben. Wir unterscheiden hier zwischen rotierenden Platten(stapeln), die mittels eines beweglichen Kopfes gelesen und geschrieben werden und nicht rotierenden Medien, die üblicherweise an einem feststehenden Kopf zum Lesen/Schreiben vorbeigeführt werden. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, ob auf dem Medium Daten üblicherweise analog, digital oder in beiden Formen gespeichert werden.

Hier folgt die Untergliederung nach Wikipedia:

  • Magneto-elektronisch Kernspeicher (Digitales Medium )
  • Nicht rotierende Speichermedien Magnetband, (z.B. DLT); DAT und Tonband (digital) , Magnetkarte (Digitales Medium , Magnetstreifen (Digitales Medium ), Compact Cassette (Datasette) (Digitales Medium ), Magnetblasenspeicher (Digitales Medium ), Tonband (Musikkassette) (Analoges Medium), Videoband (Videokassette) (Analoges Medium)
  • Rotierende Speichermedien, Trommelspeicher (Digitales Medium ), Festplatte (hard disk) (Digitales Medium ), Diskette (floppy disk) (Digitales Medium ), Wechselplatte z. B. Zip-Diskette (Digitales Medium )
Optische Speicherung / Laser-Speicherung
Zum Lesen und Schreiben der Daten wird ein Laserstrahl verwendet. Die optische Speicherung nutzt dabei die Reflexions- und Beugungseigenschaften des Speichermediums aus, z. B. bei CDs die reflektiven Eigenschaften und bei holografischen Speichern die lichtbeugenden Eigenschaften. Die Speicherform ist ausschließlich digital.
  • Laserdisc
  • PD
  • CD, Unterformate: Audio-CD, CD-ROM, CD-R, CD-RW, SVCD, VCD, MVCD
  • DVD, Unterformate: DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM, DVD-RAM, DVD±R, DVD±RW
  • DVD-Nachfolger: BD, HD-DVD, UDO
  • Holografischer Speicher, Formate: HVD
Nicht rotierende Speichermedien
  • Optisches Band (Optical Tape)
  • Tesa-Film (Prototyp der im Jahr 2000 entwickelt wurde, jedoch nie zum kommerziellen Einsatz kam)

Magneto-Optische Speicherung

Die Magneto-Optische Speicherung nutzt die Tatsache, dass einige Materialien oberhalb einer bestimmten Temperatur magnetisch beschreibbar sind. Unterhalb dieser Temperatur ist ein solches Material nicht einfach ummagnetisierbar; der Speicherzustand kann aber optisch mit einem Laserstrahl ausgelesen werden, dabei wird der polare MOKE-Effekt ausgenutzt.
  • MiniDisc
  • MO-Disk