Bedeutung und Geschischte der Diskette und Floppy Disk

Drei Disketten in der Größe 8", 5.25" und 3.5" (c) Wikipedia

Eine Floppy Disk oder auch Diskette ist ein Speichermedium, welches auf einer dünnen und flexiblen magnetischen Oberfläche beruht, die von einem recheckigen Plastikgehäuse umschlossen ist, um diese vor Staubpartikel zu schützen. Für die Lese und Schreibvorgänge auf diesen Medien werden Diskettenlaufwerke benötigt.

Die gängiste Größe bei Disketten war das sogenannte 3.5" Format (90mm), welche bis zum Jahr 2010 in zunehmenden Maße immer seltener in PCs verbaut wurde. Wer heutzutage noch ein 3.5" Diskettenlaufwerk benötigt, der findet in externen 3.5" Diskettenlaufwerken für den USB-Port noch entsprechende Laufwerke. Für 5.25" oder 8" Disketten, wie sie in den 70er/80er und teilweise noch in den 90er Jahren anzutreffen waren, werden heutzutage keinerlei Laufwerke mehr produziert. Hierbei muß ggf. auf alte und antiquierte funktionsfähige Hardware zurückgegriffen werden, um diese beiden Medientypen noch einlesen zu können.

Disketten-Laufwerke sind im Zuge der Zeit von anderen Massenspeichern überholt wurden. Speichermedien wie USB-Sticks, externe Festplatten, CD/DVD oder Speicherkarten bieten höhere Kapazitäten und wesentlich schnellere Datenübertragungsraten.


Historische Geschichte der Diskette

Drei Diskettenlaufwerke in der Größe 8", 5.25" und 3.5" (c) WikipediaDie Diskette wurde in den späten 60er Jahren entwickelt, zunächst mit einem Durchmesser von 8" (200mm), wurden sie ab 1971 auch kommerziell angeboten. Die Entwicklung der Diskette und deren dazugehörigen Laufwerke wurden von IBM und weiteren Herstellern wie Memorex, Shugart Associates und anderen immer weiter vonan getrieben. Die Bezeichnung "Floppy Disk" erschien erstmals 1970 in einem Computermagazin. Im Jahre 1973 stellte IBM ein Speichermedium mit der Bezeichnung "Type 1 Diskette" vor und von dar an bürgerte sich US-Umgangssprachlich der Begriff "floppy disk" oder auch "floppy" ein.

1976, stellte der Hersteller Shugart Associates das erste 5.25" Diskettenlaufwerk (FDD) vor und bis zum Jahr 1978 gab es über 10 Hersteller, die sich auf die Produktion dieser Art von Laufwerken spezialisiert hatten. Es gab konkurrierende Floppy Disk Formate, mit Hart- und Soft-Sector Verfahren wie FM, MFM und GCR. Das 5.25" Format ersetzte das 8" Format in den meisten Einsatzgebieten und auch das Hart-Sektor Verfahren verschwand im Zuge der Zeit. 1984, stellte abermals IBM zusammen mit seinen AT Modellen eine mit 1.2 MB Speichergröße beschreibbare Diskette vor.

IBM begann bereits relativ früh mit dem Einsatz von 720 KB double density 3.5" Disketten, erstmalig auf einem convertible Labtop welcher im Jahr 1986 vorgestellt wurde. Zudem präsentierte IBM eine 1.44 MB high density Floppy Disk Version im Jahr 1987. Diese Disketten-Laufwerke waren kompatibel mit älteren PC Modellen und verhalfen nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache dem Standard in den Folgejahren zum Durchbruch. 1988 stellte IBM ein Laufwerk für 2.88 MB "DSED" Disketten vor, was sich jedoch als kommerzieller Flop herausstellte.

Während der frühen 1980er Jahre, wurden die Limitierungen des 5.25" Disketten-Formats spürbar offensichtlich. Ursprünglich war die 5.25" Diskette entwickelt worden, um das 8" Format abzulösen. Das Format sollte kleiner sein und eine höhere Speicherleistung im Vergleich zum 8" Format bieten. Dies wurde erfolgreich bewerkstelligt, dennoch erlag das 5.25" Format dem gleichen Schicksal, was auch schon dem 8" Format vorbehalten war und das 5.25" Format wurde in den Folgejahren sukzessive vom 3.5" Format verdrängt.

Ende der 80er Jahre, wurde das 5.25" Format dann vollständig vom 3.5" Format vom Markt verdrängt und bis Mitte der 90er Jahre verschwand das 5.25" Format dann komplett. Die Vorteile der 3.5" Diskette lagen in ihrer kleineren Bauform und die geschützte Schreib-Lesefläche, welche hinter einem Schiebemechanismus verborgen lag und den eigentlichen Datenträger vor Staub- und Fingerabdrücken bewahrte.