MFM - Modified Frequency Modulation

MFM - Aufzeichnungsverfahren für magnetische Datenträger

MFM - Modified Frequency ModulationModified Frequency Modulation (MFM) ist ein Aufzeichnungsverfahren für magnetische Datenträger wie Magnetband oder Diskette. Es ist eine verbesserte Variante des Frequency Modulation (FM)-Verfahrens.

Bei diesen Verfahren werden die einzelnen Bits nicht durch die Magnetisierung des Datenträgers dargestellt, sondern durch den Wechsel derselben. Ein Magnetisierungswechsel stellt ein 1-Bit dar, eine gleichbleibende Magnetisierung innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls dagegen ein 0-Bit. Um eine Desynchronisation der Lesevorrichtung zu verhindern, werden zusätzlich zu den Datenbits noch Takt-Bits gespeichert. Bei der FM-Codierung wird vor jedes Datenbit ein Takt-Bit geschrieben, bei der MFM-Methode hingegen nur noch, wenn 2 Null-Bits aufeinander folgen. Dadurch wird sowohl der Speicherplatz verdoppelt als auch die Schreib/Lese-Geschwindigkeit stark erhöht.

Das MFM-Verfahren wird heute noch in Diskettenlaufwerken eingesetzt, in Festplatten wurde es erst durch das modernere RLL-Verfahren und heute durch PRML und EPRML ersetzt. (Wikipedia - Die freie Enzyklopädie)

PS/2 - Personal System/2

Das Personal System/2 ist eine von IBM 1987 eingeführte Personalcomputerreihe, die das bisherige System des IBM-PCs ablösen sollte.

Herausragende Merkmale waren der 32-bittige Systembus (Micro Channel Architecture), der den ISA-Bus ablösen sollte, der damals neue Intel 80386 Prozessor, das Vorhandensein neuer Möglichkeiten im grafischen Bereich (VGA, 8514/A und XGA) und das "intelligente" Netzteil. IBM verbaute zum ersten mal in einem PC-kompatiblen System 3,5″-Diskettenlaufwerke (später mit bis zu 2,88 MB Kapazität), was zunächst für Verwirrung sorgte. Der ESDI- und SCSI-Festplattenanschluss ersetzten den frühen ST-506-Anschluss des IBM PC XT und IBM PC AT mit deutlich besseren Massenspeichermöglichkeiten.

Das neue System bot eine Menge Vorteile, war aber z. B. nicht kompatibel zu alten Erweiterungskarten oder Disketten und äußerst teuer. Als Betriebssysteme konnten PC-DOS, das neue OS/2 oder gar das Unix-Derivat AIX gewählt werden. IBM ließ sich den Microchannel sowie weite Teile des Systems patentieren und verlangte hohe Lizenzzahlungen von Herstellern, die selbst ein PS/2-kompatibles System anbieten wollten um zu verhindern, dass die eigenen Rechner von Nachbauten vom Markt vertrieben wurden, wie beim PC geschehen.

Doch es kam anders: Die Konkurrenz unter Führung von Compaq, die bereits ein System auf Basis des Intel 386 welches jedoch mit den alten ISA-Steckplätzen versehen war im Angebot hatte, rebellierte und die PS/2 konnten sich nur mit mäßigem Erfolg durchsetzen. Die nötige Geschwindigkeit für den IO-Bereich wurde bei den PC-Nachbauten durch neue, offene Schnittstellen (EISA, VESA Local Bus und später PCI) nachgerüstet. Der Microchannel verschwand 1995 mit den letzten PS/2 vollständig vom Markt.

Der überschätzte Erfolg hatte Konsequenzen, IBM hatte seine Marktmacht im IT-Bereich verloren, fortan galt bedingungslose Abwärtskompabilität auch auf Hardware-Ebene als oberstes Gebot im IT-Bereich. An die PS/2-Systeme erinnern heute noch die gleichnamigen PS/2-Anschlüsse für Eingabegeräte, die aus Gründen der Kompatibilität auf der Hauptplatine fast jedes PC-Nachbaus zu finden sind, ebenso wie die Bezeichnung eines Arbeitsspeicher-Sockels "PS/2 SIMM", welcher in den meisten 486er- und Pentium-Systemen Verwendung fand, sowie der bis heute übliche VGA-Anschluss für den Monitor und das 3,5″-Diskettenformat. (Wikipedia - Die freie Enzyklopädie)