(Bochum, 09.01.2014) Die KUERT Datenrettung Deutschland GmbH stellt neue Lösungsmöglichkeiten bei der Datenrettung von physikalisch beschädigten SSDs vor. Insbesondere Anwender mit einer Intel 320 SSD, die von Intels "8 MB Bug / Bad_CTX"-Fehler betroffen sind, profitieren von den neuen Möglichkeiten zur Datenrekonstruktion.

Der "8 MB Fehler" an Intel SSDs der Serien 320, X-18 und X-25 geht auf einen Firmware-Fehler in vorgenannten SSD-Festplatten zurück und kann in Einzelfällen sporadisch auftreten. Zwar läßt sich der Fehler durch ein Firmware-Update beheben und die SSD wieder nutzen, jedoch geschieht dies immer mit der Folge eines unwiederbringlichen Verlusts der Alt-Daten.

Der Fehler äußert sich dadurch, dass seitens der SSD nur noch 8-MB Speicherkapazität zur Verfügung stehen und dass die im Controller integrierte Seriennummer der SSD durch einen "BAD_CTX 0000013F" bzw. "...132"-Eintrag verändert wird. Hintergrund für den Fehler ist eine Serie von fehlerhaften Firmware-Modulen die für die Übersetzung zwischen physischer Speicheradressierung von einzelnen Zellen und der logischen Adressierung im Rahmen der sequentiellen Sektorverteilung zuständig ist. Auftreten kann der "8 MB Firmware-Fehler" bei plötzlicher Stromunterbrechung. Danach bestand für Betroffene bislang keinerlei Möglichkeit die Daten wieder herzustellen, sondern lediglich durch aufspielen eines Firmware-Updates die SSD wieder auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen, um wieder die komplette Kapazität nutzen zu können, was immer mit einem kompletten Verlust der Daten einherging.


"In der Mehrzahl können wir nun auch Lösungen für die Datenrettung bei den Modellen Intel X-25 (G2), Intel X-18 (G2), Intel 320 (G3) anbieten. Insbesondere dann, wenn diese vom 8 MB / BAD-CTX Fehler betroffen sind, bei dem nur noch eine physikalische Speicherkapazität von 8 MB zur Verfügung steht. Kunden die vom 8 MB Fehler betroffen sind und Ihre Daten dringend zurück benötigen, können wir helfen diese Daten auch wiederherzustellen", sagt Martin Eschenberg, Marketing-Verantwortlicher bei KUERT in Bochum.

Noch immer sind viele Intel SSDs bei Anwendern im Einsatz, die die betroffene Firmware noch nicht geupdated haben und bei denen der 8MB-Fehler bislang noch nicht aufgetreten ist. Die Bochumer Experten empfehlen allen Intel Kunden, die oben benannte Modelle einsetzen, ein Backup durchzuführen, die aktuellste Firmware aufzuspielen und die gesicherten Daten danach wieder auf die aktualisierten SSDs zurückzuspielen.

"Gute Nachrichten haben wir auch für Kunden, die einen Defekt des Speichercontrollers an Samsung SSDs der Serien 830 / 840 zu beklagen haben, denn auch hier verfügen wir nun über deutlich verbesserte Möglichkeiten bei der Datenrettung. Neue Datenrettungsverfahren machen es nicht mehr zwingend erforderlich in einem zeitaufwändigen Verfahren den NAND-Flash Speicher aus den betroffenen SSDs zu löten. Hierdurch erzielen wir eine Zeitersparnis, die es uns auch erlaubt den Preis für die Datenrettung einer SSD zu reduzieren." sagt Eschenberg.

SSD-Modelle und Controller mit erweiterten Rettungsmöglichkeiten:

SSD-Modelle:

Samsung 840 SSD Serie (S4LN021X01-8030), Samsung 830 SSDSerie (S4LJ204X01-y040), Samsung P830 Serie mini SSD (S4LJ204X01-Y040), Samsung 470 und MLC Serie, Intel 320, x-18, x-25 (alle mit 8 MB Bug), Intel 510

Controller-Chipsätze:

Marvell 88SS9174 (Van Gogh und Intel 510 SSDs) (BLD2, BKK2, B6D2 Modifikationen), Indilinx Controller des Typs "Barefoot" (Modell: 110M01-LC)

Jmicron Controller JMF601 / JMF602 / JMF603 / JMF616 / 618, Intel PC29AS21AA0 (Intel G1), Samsung S3C29RBB01, S4C49RBX01